von Dr. Daniel Schwarzenberger
In Deutschland gehen jährlich über 5,3 Millionen Arbeitstage durch Stress und Burnout verloren. Der
wirtschaftliche Schaden liegt bei rund 29 Milliarden Euro. Alibi-Maßnahmen wie der klassische
Obstkorb sind in dieser Krise wirkungslos.
Das Kernproblem für das Human Resources Management (HR) ist eine unsichtbare Barriere: Sechs
von zehn Beschäftigten schweigen aus Angst vor beruflichen Nachteilen über ihre mentale Belastung.
Wenn psychische Krisen in der Personalabteilung landen, ist es meist zu spät. Gefragt ist kein
reaktives Reparatursystem, sondern eine proaktive Präventionsarchitektur. Als erfahrener Corporate
Health Consultant setzt Dr. Daniel Schwarzenberger genau an dieser Schnittstelle an: Seine
Kombination aus etablierten BGM-Maßnahmen und empathischer Künstlicher Intelligenz schließt die
kritische Versorgungslücke in Unternehmen.
Vom Chatbot zum Digital Human Coach
Klassische digitale BGM-Maßnahmen wie standardisierte Meditations-Apps scheitern oft an der
fehlenden Individualisierung. Den methodischen Quantensprung markiert hier der Einsatz von
sogenannten „Digital Human Coaches“. Diese Systeme agieren als KI-gestützte Avatare mit
emotionalem Verständnis. Sie erkennen Sprache, Mimik sowie Körpersprache in Echtzeit und agieren
als empathische Gesprächspartner.
Ein wissenschaftlich validiertes Beispiel für diese neue Technologie ist das System naia®. Als
technologische Basis nutzt es das bewährte RELIEF®-Programm, das auf 25 Jahre Diagnostik-
Erfahrung der Scheelen Gruppe zurückblickt. Über einen integrierten Check werden 36
Stressparameter analysiert, um individuelle Belastungsstrukturen anonym und präzise sichtbar zu
machen.
Berater und Dozent Dr. Daniel Schwarzenberger betont in seinen Fachvorträgen regelmäßig die
Praxisnähe dieses Ansatzes: Direkt im Anschluss begleitet die KI die Belegschaft im Arbeitsalltag mit
personalisierten Micro-Interventionen von wenigen Minuten. Unterstützung steht damit rund um die
Uhr, ohne Wartezeit und in über 80 Sprachen zur Verfügung.
Olympia-Gold als Blaupause für die Wirtschaft
Dass mentale Selbststeuerung durch KI-Unterstützung funktioniert, beweist der Transfer aus dem
Spitzensport. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 nutzte der deutsche Bob-Pilot Johannes
Lochner diese Technologie in seiner mentalen Vorbereitung gezielt, um im entscheidenden Moment
Höchstleistung abzurufen.
Im Fachgespräch mit dem HRM-Fachmedium erklärt Frank M. Scheelen, Gründer der SCHEELEN® AG
und Initiator des Digital Human Coaches, den messbaren Hebel für Unternehmen:
HRM.de: Herr Scheelen, wie hoch ist die Akzeptanz für digitale Mental Coaches in der Praxis?
Frank M. Scheelen: „In internationalen Unternehmen nutzen bereits 60 Prozent der Belegschaft das
System regelmäßig. Nach...